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Chamer Charme am Zuger See

 

    

 

 

 

 

Von Cham nach Cham und wieder nach Cham zurück reisten am Wochenende zahlreiche Vertreter der Kreisstadt. Und legten dabei weit über 1000 km zurück. Anlass war der 30. Geburtstag einer Städtepartnerschaft, die den Regenbogen ganz nah an den Zuger See in der Schweiz rückt. Und die Menschen beider Städte gleichermaßen verbindet. Eine Freundschaft, die nicht nur auf dem Papier ihren Ausdruck findet, sondern seit mittlerweile drei Jahrzehnten gelebt wird.

Auch wenn man dafür meilenweit reisen muss. Das bewies das Treffen im Rahmen des Villette-Festes, bei dem sich eidgenössischer Charme mit Oberpfälzer Herzlichkeit vereinte. Und wäre da nicht der kleine phonetische Unterschied gewesen – man hätte ein großes Familientreffen vermuten können….

 

Die Sonne ging auf, als der Bus aus Cham nach stürmischer achtstündiger Fahrt sein Ziel erreichte. An Bord befanden sich neben Bürgermeisterin Karin Bucher und den drei Stadträten Edi Hochmuth, Karlheinz Frank und Alois Weindl auch Vertreter von Verwaltung und Vereinen sowie eine große Anzahl „Erstbesucher“. Und ein Quartett unter der Leitung von Wolfgang Grünbauer, das beim ersten Programmpunkt im Mandelhof, dem Rathaus der gastgebenden Stadt, gleich virtuos aufspielte. Dort stießen auch Landtagsabgeordneter Dr. Karl Vetter, Altbürgermeister Leo Hackenspiel und Ehrenbürger Johann Posel jeweils mit Begleitung zur Chamer Gruppe. Gemeindepräsident Bruno Werder und sein Team begrüßten die Besucher aufs Herzlichste. Werder konnte bei dieser Gelegenheit eine Ausstellung mit Werken von Künstlern beider Partnerstädte, eröffnen. Er blickte stolz zurück auf die Anfänge dieser Partnerschaft und auf drei Jahrzehnte voller sympathischer Begegnungen, die es ermöglichten, Grenzen zu überwinden, und Nachbarn zu Freunden machten. Solche Nähe könne nur durch persönliche Besuche und Gespräche erreicht werden, darum sei der direkte Kontakt trotz aller Entfernung so wichtig. Bürgermeisterin Karin Bucher pflichtete ihm mit Nachdruck bei: Ein solcher Austausch dürfe sich nicht allein auf Verwaltungsebene beschränken. Deswegen freue Sie sich, immer wieder neue Gesichter in die Schweiz mitzubringen, um Begegnung auf einer möglichst breiten Basis zu ermöglichen. Darüber hinaus verfehle die legendäre Gastfreundschaft der Chomer ihre Wirkung nicht, sodass Berührungsängste gar nicht erst aufkämen.

Eine ebenso launige wir informative Einführung in den Bereich Kunst im allgemeinen und die Oberpfälzer Leihgaben für die gemeinsame Ausstellung im besonderen, gab Brigitte Weiß, Leiterin der städt. Galerie Cordonhaus, ihren zahlreichen Zuhörern.

Sie hatte mehrere Exponate aus der städtischen Sammlung zeitgenössischer Kunst unterstützt vom Chamer Künstler Alexander Costa und Berthold Rosenhammer vom Stadtbauhof schon tags zuvor an den Zuger See gebracht und die Ausstellung gemeinsam mit Rolf Steinmann, dem Ansprechpartner auf Schweizer Seite, dort aufgebaut. Diese Exponate sollen mehrere Wochen im Mandelhof zu sehen sein. Nachdem es sich bei den Oberpfälzer Bildern nur um Leihgaben auf Zeit handle, habe man – dem Anlass entsprechend – noch ein besonderes Geschenk vorbereitet: Bürgermeisterin Karin Bucher überreichte zum Abschluss des offiziellen Teils eine Mappe mit Bildern von Lisa Baumgartner,  Stevie Casino (Stephan Heigl), Annegret Hoch, Thomas Kagermeier, Peter Maschek und Martina Salzberger - entstanden bei einer ersten gemeinsamen Ausstellung im Cordonhaus Cham 1997. Diese Bilder wurden noch während des Empfanges gerahmt und gehängt und bleiben als Geschenk dauerhaft im Mandelhof. Übrigens haben alle sechs jungen Künstler mittlerweile ihr Studium erfolgreich abgeschlossen und sich in der Szene einen festen Platz erobert.

 

Nach der Vernissage trafen sich Chomer und Chamauer zum gemeinsamen Abendessen auf dem weitläufigen Gelände des legendären Villette-Festes (auf gut Schwitzerdytsch: Villette-Fäscht). In den Beizli und Bars der Vereine und musikalisch verwöhnt von den verschiedenen Musik-Grüppli steppte dort bis weit nach Mitternacht der Chomer Bär.

 

Der Sonntagvormittag wurde dann – je nach Verfassung – entweder der Erholung oder sportlicher Betätigung gewidmet.

„Eau-là-là“ war das Motto des diesjährigen Festes. Da war unschwer herauszuhören, dass das Element Wasser eine wichtige Rolle spielte. So zollte man mit diesem Motto der Lage der Stadt am idyllischen Zuger See und entlang des Flusses Lorze Tribut. Von der Wasserrutsche für Kinder über eine Strandlounge bis hin zum Badewannen-Rennen für die ganze Familie reichte die Palette an wasserreichen Vergnügungen. Eine Dampferfahrt über den malerischen See bot hinreissende Fotomotive. Und wer den ultimativen Kick suchte, ließ sich beim BLOB hoch hinaus in den See katapultieren. Für Farben und Ehre der Oberpfalz wagten sich Schwimmeister Albert Gruber und die geschäftsführende Beamtin des Chamer Rathauses Sigrid Stebe-Hoffmann neopren-gewandet auf das riesige Luftkissen und wurden durch die Luft geschleudert. Ähnlich schnell wie dieser Höhenflug war leider auch der Besuch in der Partnerstadt wieder beendet und es hieß „Auf Wiedaluaga“. Auf ein baldiges Wiedersehen im Bayerischen Wald!

 

 

      

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                 

 

 

            

 

 

             

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