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Quellen außerhalb des Stadtarchivs Cham

Die wichtigsten Quellen außerhalb des Stadtarchivs Cham

Obwohl im Stadtarchiv Cham eine Fülle an Material für den kundigen Ahnenforscher vorhanden ist, sollte man bei der Suche nach Vorfahren zunächst bei anderen Stellen beginnen.


Bischöfliches Zentralarchiv in Regensburg

Die Kirchenbücher (Matrikeln, Pfarrbücher) stellen die wichtigste Quelle dar, um Ahnen zu ermitteln, die vor dem Jahr 1876 lebten. In ihnen verzeichnete man ab Mitte des 16. Jahrhunderts Geburten, Eheschließungen und Beerdigungen. Die Pfarrbücher des Bistums Regensburg werden im Bischöflichen Zentralarchiv verwahrt.
Dort lagern u. a. die Matrikeln der Pfarrei St. Jakob Cham, die aber wegen des Stadtbrandes erst im September 1742 einsetzen.

Pfarreien im näheren Umkreis

Die jüngeren Kirchenbücher sind in den Pfarreien zu suchen. Bitte im Einzelfall nachfragen, ob die Voraussetzungen gegeben sind, um familienkundliche Anfragen zu bearbeiten. Für die Zeit ab 1876 wird man in der Regel auf die Register der Standesämter verweisen.

Standesamt Cham (Rathaus)

Als am 1. Januar 1876 das Reichsgesetz über die Beurkundung des Personenstands und der Eheschließung in Kraft trat, nahmen die Standesämter in Deutschland ihre Arbeit auf. Sie führen im Wesentlichen die Geburts-, Heirats- und Sterberegister. Auskünfte werden dem Familienforscher in der Regel dann erteilt, wenn eine Verwandtschaft zur gesuchten Person besteht. Welche Angaben benötigt werden und wie hoch die Kosten sind, teilt das Standesamt mit.

Seit dem 1. Januar 2009 bringt das Personenstandsrechtsreformgesetzes (PStRG) verschiedene Änderungen mit sich. Dazu zählt die Abgabe von Unterlagen an das zuständige Stadtarchiv.

Für die Geburtsregister legte man eine Laufzeit von 110 Jahren fest. Das bedeutet, dass 2009 theoretisch die Jahre 1876 bis 1898 von den Archivaren übernommen werden können. Bei den Eheregistern liegt die Schwelle bei 80 Jahren, womit die Eintragungen aus der Zeit von 1876 bis 1928 betroffen sind.
30 Jahre möchte man schließlich die Sterberegister weiterführen, während beim Rest, 1876 bis 1978, eine Abgabe ans Archiv möglich ist.
In Zukunft werden weitere Jahrgänge folgen. Bände, die sowohl Archivgut als auch Standesamtsurkunden enthalten verbleiben beim Standesamt.


Im Standesamt Cham werden auch die Register der mittlerweile aufgelösten Ämter (Altenmarkt, Chammünster, Windischbergerdorf u. a.) verwahrt. Nicht jede Gemeinde hatte ihr eigenes Standesamt. Teilweise richtete man kombinierte Standesamtsbezirke ein, die sich aus mehreren Gemeinden zusammensetzten. Zum Standesamt Thierlstein gehörte z. B. zeitweise Obertraubenbach.

Einwohnermeldeamt Cham (Rathaus)

Bei familienkundlichen Anfragen handelt es sich um eine erweiterte Meldeauskunft, die eines berechtigten oder eines rechtlichen Interesses bedarf. Im konkreten Einzelfall wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiter des Einwohnermeldeamts. Während die Meldekarteien der Stadt Cham bis in die 1920er Jahre zurückgehen, setzen diese Unterlagen in den ehemals selbstständigen Gemeinden meist erst nach 1945 ein.