Der westliche Anbau des Rathauses (3) aus dem 15. Jh. fällt durch
seinen Stufengiebel mit Eckerker auf. Über dem Eingang befindet sich
ein Gedenkstein. Er erinnert an das Jahr 1430, in dem die äußere
Stadtmauer zum Schutz vor den Hussiten errichtet wurde. Über dem
Erkerfenster mauerte man einen jüdischen Grabstein aus dem Jahre 1230
ein. Als 1519 Juden aus Regensburg vertrieben und ihre Einrichtungen
zerstört wurden, kam der Stein vom dortigen Friedhof hierher.