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Chamer Kampl - die Auszeichnung der Stadt Cham

Es sollte etwas Unverwechselbares sein, etwas, bei dem man auf den ersten Blick die Herkunft erkennt.

Und was würde sich dafür besser eignen als der Chamer Kampl? Nicht als Honiglebkuchen zum Abbeißen, wie er in der Weihnachtszeit und um Neujahr häufig verschenkt wird, sondern in Silber, wie er im Chamer Stadtwappen zu sehen ist.

 

Das war die Überlegung der Ersten Bürgermeisterin Karin Bucher bei ihrem Amtsantritt, als sie sich Gedanken darüber machte, wie man Chamer Bürgern, die herausragende ehrenamtliche Leistungen erzielen, Anerkennung entgegenbringen könnte.

 

Dieses kleine Schmuckstück hat der Goldschmied und Uhrenmachen Alexander Reittinger geschaffen.

Es handelt sich dabei um einen Pin mit Maßen von 15 x 13 x 2,5 mm.

 

 

Seit 2009 werden nun jedes Jahr anlässlich des Neujahrsempfans Chamer Bürger, die sich ehrenamtlich besonders engagiert haben, mit dem Chamer Kampl ausgezeichnet.

 

Folgenden Personen wurde der Chamer Kampl bereits verliehen:

 

2009 (Auszeichnung jedoch noch ohne Chamer Kampl)

  • Schwester M. Friedegund Achhammer
  • Frau Renate Schuhbauer
  • Frau Christa Dendorfer

2010

  • Frau Ann Schneider
  • Herr Norbert Tietze

2011

  • Herr Albert Balk
  • Herr Max Brunner
  • Herr Xaver Daiminger
  • Herr Alfons Fauth

2012

  • Herr Joseph Stelzer
  • Herr Erich Engl
  • Herr Pfarrer Max Siller

 

2013

  • Herr Reinhold Harasim

 

Informationen zum Chamer Kampl

 

Der Chamer Kampl im Stadtwappen

Im bayerischen Dialekt steht der Kampl/Kamp für das hochdeutsche Wort Kamm (kampln/kampen = kämmen).

Im Chamer Stadtwappen hat der Kampl (Kamm) eine wichtige Funktion. Er gibt lautmalerisch den Namen der Stadt wieder. Man spricht in diesem Fall von einem "redenden Wappen". Der Kampl (Kamm) legt eindeutig fest, dass Cham nicht wie "Scham" ausgesprochen werden darf.

Die älteste Darstellung eines Kampls/Kammes im Chamer Stadtwappen stammt aus dem Jahr 1285.

 

Typische Merkmale des Chamer Kampls sind:

  • eine abgerundete Oberseite;
  • eine unterschiedlich geformte Öffnung als Handgriff im oberen Kamm-Abschnitt;
  • die Zahl der Zähne/Zinken beträgt üblicherweise fünf Stück;
  • das Verhältnis zwischen Länge und Breite variiert. Es lassen sich auch lang gestreckte Kampl-Formen nachweisen;
  • ältere Wappen zeigen einen goldenen (gelben) Kampl. Das aktuelle Wappen stellt einen silbernen (weißen) Kamm dar.

Diese Merkmale unterscheiden den Chamer Kampl eindeutig von Kamm-Symbolen anderer Kommunen. Im Gegensatz zu Cham führt die schwäbische Gemeinde Kammlach einen schwarzen Rosskamm mit fünf Zinken. Der Markt Eschlkam liegt einige Kilometer von Cham entfernt. In diesem Wappen findet sich ein goldener Kamm mit vier Zähnen, der sich in Form und Ausgestaltung vom Chamer Kampl abhebt.

 

Lebkuchen in Kampl-Form

Als Chamer Kampl wird nicht nur das Wappensymbol, sonder auch eine süße Leckerei zum Neujahrstag bezeichnet.

 

Die Lebzelter bzw. Bäcker übernahmen vom Chamer Stadtwappen die Kampl-Form, um in ähnlicher Weise ihre Lebkuchen zu gestalten. Es gibt Lebkuchen-Kampl, die sehr stark dem Wappensymbol ähneln. Andere Varianten unterscheiden sich in Form und Anzahl der Zähne.

 

Am Neujahrstag war es Brauch zum Lebzelter zu gehen. Dort trank man Met und aß Honigkuchen in der Form von Kämmen dazu. Außerdem wurden all jene mit solchen Kampln beschenkt, die einem beim Neujahrswünschen zuvorgekommen waren.

 

Dieser Brauch wurde Anfang der 1970er Jahre wiederbelebt. Verschiedene Bäckereien stellen den Chamer Kampl vor Neujahr her. Außerdem werden süße Kampl in der Weihnachtszeit bei den Gästebegrüßungen an Touristen verschenkt.

 

 

 

 

Bild Stadt Cham
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