Die Geschichte der
Stadtpfarrkirche St. Jakob (4) lässt sich bis 1210
zurückverfolgen. Auf die Entstehungszeit verweisen noch einige
Mauerreste im Turmbereich (13. Jh.) und der gotische Chor. Die meisten
anderen Bauelemente stammen aus dem 18. Jh. Verschiedene Stadtbrände
und die Brandschatzung der Panduren 1742 zwangen mehrfach zum
Wiederaufbau. Um 1847 wurde der größte Teil der wertvollen barocken
Innenausstattung entfernt. 1894/95 erfolgte eine Erweiterung nach
Westen um zwei Joche. Das Deckengemälde (um 1900) oberhalb der
Orgelempore erzählt von der Rettung Schiffbrüchiger durch den Hl.
Jakobus. Diesen Heiligen stellt auch eine Statue (1. Hälfte 18. Jh.) an
der Südwand als Pilger mit Hut, Mantel und Stab dar. Die meisten
Stuckaturen und das Deckenfresko mit der Schlacht von Tolosa, eine
Arbeit von J. O. Gebhard aus Prüfening, entstanden um 1750. Sehenswert
sind u. a. die reich verzierte Kanzel, der Aloisiusaltar an der
Nordwand und das "Prager Jesuskind" am linken Seitenaltar. Die
Stadtpfarrkirche St. Jakob wurde in den Jahren 2000 - 2005 grundlegend
renoviert, um das Gotteshaus für die 800-Jahr-Feier im Jahr 2010 im
neuen Glanz erstrahlen zu lassen. Im Zuge dieser Renovierungsarbeiten
stieß man 2002 auf den Boden der Vorgängerkirche vor 1701. Nachdem im Jahr 1701 Teile des Kirchturms auf das
Kirchenschiff gefallen waren, wurde 1703/04 die Kirche im heutigen
Erscheinungsbild als Wandpfeilerkirche wieder aufgebaut