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Raoul Kaufer - Markus Hanakam & Roswitha Schuller

18. Juni – 2. August 2020

Wir laden Sie herzlich ein!

Einladung

Am Samstag, 20. Juni 2020, sind die Künstler von 15.00 bis 20.20 Uhr anwesend und freuen sich auf Ihren Besuch.

NEU!!

Art & Talk - jeden Donnerstag ab 17.30 Uhr
Führung durch die Ausstellung mit Anjalie Chaubal

Termine: 02.07., 09.07., 16.07., 23.07., 30.07.2020

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Raoul_Kaufer_frax192_Cordonhaus Cham2020 © Raoul Kaufer
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Hanakam_und_Schuller_CordonhausCham2020 © Markus Hanakam & Roswitha Schuller

In einer gemeinsamen Ausstellung in der Städtischen Galerie Cordonhaus Cham geben Raoul Kaufer und das Künstlerduo Hanakam & Schuller einen umfangreichen Einblick in aktuelle Werke. Raoul Kaufer präsentiert eine Auswahl seiner Bildserien CORTEX und FRAX im Dialog mit einer für das Cordonhaus konzipierten mehrteiligen Rauminstallation. Markus Hanakam & Roswitha Schuller zeigen neue Arbeiten aus ihren verschiedenen Werkgruppen – Video, Grafik und Zeichnung sowie Objekte.

Raoul Kaufer, der sich selbst als Serealist bezeichnet, arbeitet an seinen Serienwerken meist über mehrere Jahre, wobei trotz des zur Vervielfältigung geeigneten Mediums jedes Werk ein Unikat darstellt. In der präsentierten Serie CORTEX besteht jede Arbeit aus einer einzigen Architekturaufnahme, die x-fach multipliziert und darüber nahtlos zu einem ornamenthaften Gebilde verknüpft ist. So gesehen ist jede dieser Arbeiten bereits für sich betrachtet eine Serie – bestehend aus dem vervielfältigten, rekursiv und selbstreferenziell angeordneten Einzelmotiv. Hinter der Wortschöpfung FRAX, dem Titel der zweiten Serie in der Ausstellung – verbergen sich die Begriffe Fragment, Fraktur, Fraktal, die „Verschiedenes bezeichnen und doch eine gemeinsame Verbindung teilen“ so der Künstler. Als Grundlage für die Werke der FRAX-Serie dienen fotografierte Fassaden, Gebäude, Straßenabschnitte, Plätze und Infrastrukturen. Im Vergleich mit den Bildschöpfungen der CORTEX-Serie bleiben die Arbeiten aus der FRAX-Serie näher an der Originalsituation. Gleichwohl werden auch hier die architektonischen Artefakte urbaner Umgebungen und Milieus umkonstruiert. Dabei weisen die FRAX-Arbeiten den einen oder anderen Berührungspunkt mit den fragil, fragmentarisch und schräg wirkenden Bauten von Architekten wie z. B. von Coop Himmelbau, Frank Gehry oder Zaha Hadid auf.

Neben den Bildwerken hat Raoul Kaufer für die Ausstellung in der Städtischen Galerie Cordonhaus Cham unter dem Titel „Rekursive Intimität“ eine völlig neuartige Rauminstallation entwickelt, deren Gestaltungsprinzip die Rekursion ist. Die Formgebung der aus Sperrholz konstruierten Einzelelemente entsteht immer wieder aus sich selbst heraus, wiederholt sich in verschachtelter Weise und lässt eine komplex strukturierte Gesamtinstallation von Raumkörpern und Materialien entstehen.

Zentral in der Ausstellung des Künstlerduos Markus Hanakam & Roswitha Schuller ist die aktuelle Videoarbeit „The Emblematic Cabinet“, die auch von einer Publikation begleitet wird.

In jüngerer Zeit haben sich Hanakam & Schuller mit der künstlerischen Praxis des Emblems befasst. Inspiriert von dem „Building Duke“–Research (einem Forschungsprojekt des Department for Art, Art History & Visual Studies) arbeiteten Hanakam & Schuller während ihres Aufenthalts im Frühjahr 2019 an der Vielfalt der Architekturformen der Duke University in Durham, North Carolina. Sie entwickelten einen Zwei-Kanal-Film, der die architektonischen Details der Campusgebäude filmisch nachzeichnet und diese mit ihrer eigenen, experimentellen Emblematik verbindet.

In der präsentierten Installation von drei Prunkschlitten greifen Markus Hanakam & Roswitha Schuller die barocke Darstellungskonvention der skulpturalen Allegorien auf und erzeugen mit einem zeitgenössischen medialen Pendant, dem Liquid Crystal Display (LCD), verschiedene allegorische Objekte. Träger dieser Displays sind abstrahierte Schlittenmodelle aus Bugholz. Die erzählerische Zierde des Schlittenkörpers verlagert sich von der ursprünglich skulpturalen Darstellung hin zum bewegten Bild.

Die verwendeten Artefakte bezeichnet das in Wien lebenden Künstlerduo häufig als „Gestaltwandler, die ihre äußere Form verändern und in unterschiedlichen Kontexten wieder auftauchen“. Als Kunstschaffende und Forschende gestalten Markus Hanakam und Roswitha Schuller die Regelwerke der bildenden Kunst um und bauen in Videos und Objekten an eigenwilligen Ordnungen und neuen Weltentwürfen. Dabei arbeiten sie auch immer wieder mit angewandten Kunstformen. Ihre Werke wurden unter anderem im Haus der Kulturen der Welt in Berlin, im Eyebeam Center for Art + Technology in New York, im Palais de Tokyo in Paris, im Garage Museum of Contemporary Culture in Moskau, im Wiener MAK, im MAK Center for Art and Architecture in Los Angeles sowie im National Art Center in Tokio gezeigt.

Ausstellungsdauer: 18. Juni – 2. August 2020


Eine Kooperation mit dem Traklhaus in Salzburg.
In Salzburg ist die Ausstellung von 14. August bis 4. Oktober 2020 zu sehen.

Raoul Kaufer (*1957 Weidenau/Siegen)

Ausstellungen, Projekte (Auswahl)
1986 Gruppenaktion “Kunst-Baustelle“, Regensburg
1988 Bayreuth, B.A.T.-Galerie; Krefeld; Gruppenausstellung im Kunst-Spektrum
1989 Kunstverein Heringen, Gruppenausstellung “Kunst an der Grenze”
1990 Städtische Galerie Regensburg, Gruppenausstellung “Von der Figur zur Gestalt”
1991 Städtische Galerie Regensburg, mit Wolfgang Grimm
1992 Gruppenausstellung “5 Jahre KunstWerk“, Regensburg
1993 Oberpfälzer Künstlerhaus Schwandorf und Stadtmuseum Waldkraiburg, Gruppenausstellung des “Kunst-Werks“
1994 Idee, Organisation und Durchführung der Veranstaltungsreihe “FalschFälscherFälschung”, mit Peter Nowotny, unter Beteiligung des LKA Stuttgart, der Stadt und der VHS Regensburg, der Galerie Licht/Schatten, unterstützt v.d. Sparkasse Rgbg.
1995 Idee, Konzept und Einrichtung von MEMOPOLIS als elektronischer Erinnerungs-speicher im World Wide Web, mit Peter Nowotny – anlässlich der “Interface 3” in Hamburg
1996 Präsentation von MEMOPOLIS in der Ausstellung “Tod und Gesellschaft. Tod im Wandel”, Diözesanmuseum Regensburg
1997 Präsentation von MEMOPOLIS im Museum für Sepulkralkultur, Kassel
2000 Environment “Bergsee”, Monte Kaolino, Hirschau, im Rahmen der vom Industrie- und Bergbaumuseum Ostbayerns ausgerichteten Gruppenaktion
2009 Bild und Grafik für Domillumination “Licht-Blick-Dom”, Regensburg
2012 Environment “Am Boden“, Kirche “Mariä Himmelfahrt“, Kirchberg/Karlstein (Veranstaltungsreihe „Da-Sein in Kunst und Kirche“ des Diözesanmuseums Regensburg)
2013 Environment “Am Boden“, Kirche “Herz Marien“ und “St. Andreas“, Regensburg
2013 Geotagging-Projekt “Seelenfenster“, Regensburg
2014 Wettbewerb und Teilnahme: “Faktor_K – Projekt Kunst im öffentlichen Raum“, Stadt Regensburg
2015 Rauminstallation “Hochgebirge“, Gruppenausstellung “Ich bin da. Künstlerische Perspektiven zum Thema Flucht“ im ehem. Kloster St. Klara, veranstaltet von der Katholischen Jugendfürsorge und der Stadt Regensburg
2015 Objektinstallation “Diesseits“ in St. Laurentius/Neustadt a. d. Donau und in der Basilika St. Johannes Evangelist/Waldsassen
2015 Objektinstallation “Ewigkeit“ in der Universitätskapelle Regensburg
2015 Rauminstallation “Schlaf der Freiheit“ anlässlich der 2. Regensburger Kunstmesse, mit der Gruppe “Paradoxa“ (Ebeling-Kaufer-Nowotny)
2016 Objektinstallation “Diesseits“ in St. Martin/Rötz und ehem. Klosterkirche Adlersberg
2016 Rauminstallation “CODE“ zur Ausstellung "Heimat auf der Haut/Tracht i. der Oberpfalz", Historisches Museum Regenburg, mit der Gruppe Paradoxa (Ebeling-Kaufer-Nowotny)
2017 Bildobjekt „Barmherzigkeit“ mit Grafik-Edition, Rodinger Stadtkirche
2017 Gruppenausstellung „Aspekte 2017/Surroundings“, DEZ, Regensburg
2017 Einzelausstellung „Serielle Arbeiten CORTEX & FRAX", Galerie ARTAFFAIR, Regensburg
2017 Idee, Konzept und Einrichtung von ARTPERIUM als Parabel und Paraphrase des Kunstmarktes im World Wide Web, mit Peter Nowotny – Ausstellung ARTPERIUM im Museum Ulm
2018 Gruppenausstellung „A bis Zett“, Kunstverein Weiden, mit der Gruppe Paradoxa (Ebeling-Kaufer-Nowotny)
2018 Gruppenausstellung „Natur - Mensch“, St. Andreasberg (Nationalpark Harz) 

Hanakam & Schuller

Markus Hanakam geb. 1979 in Essen, Deutschland.
Nach zwei Jahren Studium an der Universität Essen (Fachbereich Kunst und Design), 2000-2002 Studienwechsel an die Universität für Angewandte Kunst Wien. Diplom in Kunst und Designpädagogik 2006, Diplom in Bildhauerei und Multimedia 2009.

Roswitha Schuller, geb. 1984 in Friesach, Österreich
Studium an der Universität für Angewandte Kunst seit 2002, Diplom in Kunst und Designpädagogik 2007, Diplom in Bildhauerei und Multimedia 2009. Doktoratstudium am Institut für Kunst- und Kulturwissenschaft, Promotion 2012 mit der These „Happy End Natur. Zur Funktion des Arkadischen in soziokulturellen Räumen“. Lehrauftrag am IKA der Akademie der Bildenden Künste 2019/20.

Seit 2004 kollaborative Arbeiten als Duo, Ausstellungs- und Festivalbeteiligungen, sowie kuratorische Tätigkeit im internationalen Kontext. Präsentation ihrer Arbeiten unter anderen im Haus der Kulturen der Welt, Berlin, Eyebeam Center for Art and Technology, New York, Palais de Tokyo, Paris, Garage Center for Contemporary Culture, Moskau, MAK Museum für Angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien und MAK Center Los Angeles, Japan National Art Center, Tokio.

Verschiedene österreichische und internationale Auszeichnungen, wie das MAK Schindlerstipendium in Los Angeles (2008), das Staatsstipendium für Bildende Kunst 2012 sowie das Atelierstipendium des Bundes für Tokio (2014). Teilnahme an der 4th Moscow Biennale of Contemporary Art 2011 und an der 5th International Sinop Biennial 2014. Auszeichnung für ihre Arbeit „INVASION“ als Jury Selection Work des Japan Media Arts Festival 2012. Aktuelle Soloshows umfassen Kunstraum Lakeside, Klagenfurt (2019), Muzej—Museo Lapiadarium Novigrad (HR, 2019) und Traklhaus Salzburg (2020). Ihre Animation The Borgia Device (Second Day) ist Teil der internationalen Videoschau „Anthropocene on Hold – 20 artists address the impact of a global pandemic on arts ecosystems and earths resilience and sustainability“ – der Polyeco Contemporary Art Initiative in Piräus, Athen, kuratiert von Kika Kyriakakou.

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Raoul_Kaufer_cortex271_Cordonhaus Cham2020 © Raoul Kaufer

weitere Informationen

Kontakt

Städtische Galerie im Cordonhaus
Leiterin Städtische Galerie
Propsteistr. 46
93413 Cham

Telefon:  09971/8579 420
Fax:  09971/8579 8420
anjalie.chaubal@cham.de
Raum:  Cordonhaus

Öffnungszeiten:

Mi - So + Feiertage:
14.00 - 17.00 Uhr

Do: 14.00 - 19.00 Uhr

zusätzlich nach Vereinbarung

Der Eintritt ist frei!!