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Carola Ludwig – Gertraud Platschek
„Unholdenberg“ Verloren - Vergessen – Erinnert

Installation mit 14 Stationen

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Ludwig_Carola_Installation_Unholdenberg, Fenster ins Blau
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Platschek_Gertraud_Installation_Unholdenberg_02

Ort: Städtische Galerie Cordonhaus Cham
Dauer: 2. September – 14. Oktober 2018

Pressegespräch: Freitag, 31. August 2018, 11 Uhr

Eröffnung: Samstag, 1. September 2018, 19 Uhr

Begrüßung:
Karin Bucher, Erste Bürgermeisterin der Stadt Cham
zur Ausstellung:
Anjalie Chaubal M.A., Leiterin Museen und Galerien der Cham

Einführung:
Peter Haimerl, Architekt

„Im Imannhaus in Schimmelbach habe ich verwirklicht, wovon ich als Architektin nur träumen konnte: ein perfekt in die Landschaft eingefügtes Haus wieder herzustellen und vorsichtig seine Geschichte sichtbar machen, die alten Räume aus Granit und Holz zu einem zu Hause für meine Familie zu machen“, schreibt Gertraud Platschek. Hierzu entdeckte und untersuchte sie in der allernächsten Nachbarschaft – im Dreiländerdreieck – viele versteckte Waldhäuser, eines davon stand in Unholdenberg. Es wurde abgerissen, aber seine Geschichte sollte nicht vergessen werden. Unter dem Titel „Unholdenberg - Verloren - Vergessen – Erinnert“ setzen Carola Ludwig und Gertraud Platschek in der Städtischen Galerie Cordonhaus Cham nun ein Denkmal, beispielhaft für die untergehenden Waldhäuser. In 14 Stationen transferieren sie mit ihren Bildern und Objekten „Unholdenberg“ in eine Sprache der Gegenwart.

Unholdenberg war ein stattliches Bauernhaus in der Mitte des gleichnamigen Dorfes, ein zweistöckiges Haus aus Granit mit verschindelter Holz-Giebelwand und einem großen Stadel. Über der Türe war das Baujahr 1876 in Stein gemeißelt, das Haus verfiel. Es konnte sich kein Liebhaber finden für die Stube mit der schwarzen Tramdecke und den Fenstern übers Eck, für die gewendelte Treppe aus Granitblöcken, für den mit metergroßen, rundgetretenen Granitplatten ausgelegten Flötz, für Grand und Krautstein. „Es fand sich kein Liebhaber auch wir beide – die Künstlerinnen – konnten das Haus nicht vor dem Abriss retten.“ Aber sie können es ins kollektive Gedächtnis zurückrufen, mit 14 Stationen sein Andenken bewahren.

„Unholdenberg“ dient als Beispiel für die untergehende Lebenswelt seiner Bewohner. Mit den künstlerischen Mitteln einer Installation, mit bildhauerischen Objekten und Malerei, lassen Carola Ludwig und Gertraud Platschek eine innere und äußere Welt erstehen – in 14 Stationen, die bei der Totensuppe endet. Als Begleitprojekt zeigt Gertraud Platschek eine umfangreiche Fotodokumentation über die Waldlerhäuser im Dreiländereck.

Zur Einführung der Ausstellung im Cordonhaus spricht Architekt Peter Haimerl, seit 1991 mit eigenem Büro in München tätig, und mit Unholdenberg und dem Verfall der Waldhäuser lange vertraut. Haimerl konzentriert sich als Architekt auf Projekte, die die Grenzen konventioneller Architektur überschreiten. Sein Anspruch ist, mit jedem Projekt faszinierende, unkonventionelle Lösungen zu gestalten und Innovationen zu entwickeln. So zum Beispiel das mit vielen Preisen ausgezeichnete Konzerthaus in Blaibach, das 2014 im Landkreis Cham eröffnet wurde.

Carola Ludwig, freischaffende Künstlerin, geboren in der Nähe von München, lebt und arbeitet in München. An freien Kunstakademien hat sie sich das Wissen und die Techniken für ihre Kunstkonzepte angeeignet. Schwerpunkt in ihren Arbeiten sind aktuelle, soziale politische und gesellschaftlich relevante Themen, die sie in Form von Kunstkonzepten umsetzt, allein oder mit anderen Künstlern und Künstlerinnen. Es entstehen Arbeiten im Spannungsfeld zwischen Bürgerbeteiligung und festgelegten Konzepten. Seit vielen Jahren zeigt sie regelmäßig ihre Arbeiten in Galerien und in öffentlichen Räumen.
www.carola-ludwig.com
Gertraud Platschek widmete sich nach dem Studium der Architektur und Soziologie dem Bauen bei Günther Behnisch, Otto Frei, Gerhard Weber, der Bildhauerei bei Fritz König, der Malerei als Meisterschülerin bei Hermann Nitsch. Sie führt in ihren Installationen Bauen, Bildhauern und Malen zusammen – und versucht Leben, Leiden und Träume darzustellen, liebevoll, kritisch und selbstkritisch. In ihrer freien, abstrakten Malerei ist Farbe Ausdruck ihrer inneren und äußeren Bewegung, Farbe, die ausgreift auf wandfüllenden Formaten. Ausstellungen veranstaltete sie u. a. in München, Berlin, Österreich – und im Imannhaus in Schimmelbach.

Zusatzveranstaltung
Sonntag, 7. Oktober 2018, 14.00 Uhr Führung durch die Ausstellung mit Anjalie Chaubal


Städtische Galerie Cordonhaus Cham  
Propsteistr. 46, 93413 Cham
T. 09971/8579-420
www.cordonhaus-cham.de

Öffnungszeiten:
Mi–So/Feiertage 14-17 Uhr, Do 14-19 Uhr
Für Gruppen auch nach Vereinbarung.
Eintritt frei!

weitere Informationen

Kontakt

Städtische Galerie im Cordonhaus
Leiterin Städtische Galerie
Propsteistr. 46
93413 Cham

Telefon:  09971/8579 420
Fax:  09971/8579 8420
anjalie.chaubal@cham.de
Raum:  Cordonhaus

Öffnungszeiten:

Mi - So + Feiertage:
14.00 - 17.00 Uhr

Do: 14.00 - 19.00 Uhr

zusätzlich nach Vereinbarung

Der Eintritt ist frei!!