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Veranstaltungen des Stadtarchivs 2017 – Übersicht

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Vortrag Cham in den 1950er Jahren


Cham in den 1950er Jahren
Lichtbildervortrag von Stadtarchivar Timo Bullemer über die 1950er Jahre in Cham
Freitag, 12. Mai 2017, 19.30 Uhr
Montag, 15. Mai 2017, 19.30 Uhr (Wiederholung)
Rathaus Cham, Langhaussaal
Eintritt frei – Spendenmöglichkeit
Dauer: 1 Stunde

Der neue Lichtbildervortrag des Stadtarchivs beschäftigt sich diesmal mit den 1950er Jahren. Ein interessanter Zeitabschnitt, der auch in Cham seine Spuren hinterließ und bis heute in der Erinnerung der älteren Generation noch sehr lebendig ist. 

Die ersten Jahre dieses Jahrzehnts waren geprägt von den Nachwirkungen des Zweiten Weltkriegs. Beispiele dafür sind
die Eingliederung der Heimatvertriebenen, die angespannte Wohnungssituation und Arbeitslosenquoten im Winter von über 30 %. In diese Phase fällt auch eine besondere Episode. Sie dreht sich um einen Mann, der es in der Nachkriegszeit unter falschem Namen zum Kläger in der Chamer Spruchkammer und zum Stadtrat brachte, der in Wirklichkeit aber ein entflohener Strafgefangener war. Ein missglückter Erpressungsversuch brachte schließlich seine wahre Identität ans Licht. 

Zu Ende ging damals auch die Besatzungszeit. 1952 räumte die amerikanische Militärverwaltung die von ihr beanspruchten Gebäude in der Johann-Brunner-Straße und zwei Jahre später rückten die letzten regulären US-Soldaten ab. Eine kleinere Einheit war noch von 1951 bis 1954 auf dem ehemaligen Flugplatzareal der Luftwaffe in Michelsdorf stationiert gewesen. Zu den Aufgaben dieser Truppe gehörte u. a. die Durchführung von Streifenfahrten entlang der Grenze zur Tschechoslowakei. 

Die Fünfziger Jahre waren ebenfalls das Jahrzehnt der wachsenden Motorisierung. Nachgefragt wurden zunächst vor allem die günstigeren Zweiräder. Maschinen von Zündapp, Heinkel oder DKW erfüllten den Traum von Freiheit und Mobilität.
Wer mehr auf der hohen Kante hatte, leistete sich sogar einen Pkw. Zwischen 1949 und Anfang 1958 stieg ihre Zahl im Altlandkreis Cham von 250 auf 1200. Noch höher viel die Zunahme bei den Traktoren aus. Ihre Stückzahl erhöhte sich
im gleichen Zeitraum von 35 auf 650. Da verwundert es nicht, wenn im Jahr 1951 im Rahmen des Chamer Volksfestes ein „Bulldog-Rennen“ durchgeführt wurde und davor eine Korsofahrt mit Traktoren und Motorrädern durch die Stadt auf dem Programm stand. 

Am Freitag, den 12. Mai um 19.30 Uhr, haben Interessierte erstmals die Möglichkeit, sich im Langhaussaal des Rathauses über dieses Thema zu informieren. Bereits am Montag, den 15. Mai, wird der Vortrag nochmals um die gleiche Uhrzeit wiederholt. Wer mehr darüber erfahren möchte, ist zu der Veranstaltung des Stadtarchivs herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei, es besteht eine Spendenmöglichkeit.

 

Im Garten des Lebens
Führung auf dem jüdischen Friedhof Cham-Windischbergerdorf durch Stadtarchivar Timo Bullemer
Sonntag, 25. Juni 2017, 14.00 Uhr
Sonntag, 02. Juli 2017, 14.00 Uhr (Zusatztermin)
Treffpunkt: Friedhofseingang
Veranstalter: Stadtarchiv Cham, Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Cham e. V. (KEB)
Anmeldung erforderlich. Telefon: 09971-7138
Männliche Teilnehmer benötigen eine Kopfbedeckung, max. 25 Personen.
Eintritt frei. 

Der Friedhof gehört zu den wenigen Spuren, die heute noch an die ehemalige Israelitische Kultusgemeinde Cham erinnern. Im Jahr 1889 wurde diese Ruhestätte außerhalb der Stadt auf einer Anhöhe vor Windischbergerdorf errichtet. Ein Jahr später erfolgte die erste Beerdigung. Es sind bis zur Gegenwart etwa 100 Grabstellen angelegt worden. Drei Gedenktafeln erinnern an jüdische Gefallene in der Zeit des Ersten Weltkrieges. Der Friedhof ist von einer massiven Steinmauer umgeben und ansonsten nicht öffentlich zugänglich.

Die Führung bietet allgemeine Informationen zum Friedhof, über jüdische Grabkultur und einzelne Personen, die dort bestattet wurden. Außerdem erhalten die Teilnehmer Einblicke in die Geschichte der Israelitischen Kultusgemeinde Cham.
Dauer: ca. 45 Minuten

 

Trenck in Cham – 275 Jahre
Heimatgeschichtliche Ausstellung des Stadtarchivs in zwei Erdgeschossräumen im ehemaligen Armenhaus (Museum SPUR).
Eröffnung: Sonntag, den 10. September 2017
Ausstellungsende: voraussichtlich Sonntag, 7. Januar 2018
Eintritt frei.
Öffnungszeiten: Mi, Sa, So und an Feiertagen 14.00–17.00 Uhr und nach Vereinbarung.

Trenck und die Eroberung von Cham
Lichtbildervortrag von Stadtarchivar Timo Bullemer
Montag, 18. September 2017, 19.30 Uhr
Donnerstag, 5. Oktober 2017, 19.30 Uhr (Wiederholung)
Rathaus Cham, Langhaussaal
Eintritt frei – Spendenmöglichkeit
Dauer: 1 Stunde

Trenck in Cham
Führung auf den Spuren von Trenck und Schwabenkatherl durch die Chamer Innenstadt mit Stadtarchivar Timo Bullemer
Sonntag, 24. September, 14.00 Uhr
Treffpunkt: Museum SPUR, Schützenstraße 7
Kosten: Eintritt frei
Dauer: ca. 1 Stunde 30 Minuten 

Zusatzinformationen:
Oberst Trenck, der Anführer der Panduren, und die Chamer Bürgerstochter Katharina Schwab, das Schwabenkatherl, spielen in der Chamer Ortsgeschichte eine nicht unwesentliche Rolle. Ihre Wege kreuzten sich, als Trenck mit seinen Soldaten die Stadt belagerte und am 9. September 1742 in Brand stecken und einnehmen ließ. Dieser verhängnisvolle Tag liegt mittlerweile 275 Jahre zurück. Aber dennoch haben sich Örtlichkeiten erhalten, die an die damaligen Ereignisse erinnern und im Rahmen der Stadtführung besucht werden.

weitere Informationen

Kontakt

Dipl.-Archivar (FH) Timo Bullemer
Stadtarchiv
Spitalplatz 22
93413 Cham

Telefon:  09971/8579 380
Fax:  09971/8579 8380
timo.bullemer@cham.de
Raum:  Stadtarchiv

Öffnungszeiten:

Mittwoch und Donnerstag:
09.00 - 12.00 Uhr und
14.00 - 18.00 Uhr

Wir empfehlen eine vorherige Terminvereinbarung!

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