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Neue Ausstellung ab 8. Juli:
Cham in den 1920er Jahren

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Fußballspiel des Fußballclubs Cham gegen die Spielvereinigung Fürth 1927. Gruppenfoto der Mannschaften am Sportplatz, im Hintergrund Zuschauer

Eine heimatgeschichtliche Ausstellung im ehemaligen Armenhaus (Museum SPUR, Schützenstraße 7) beleuchtet einen Zeitabschnitt, der nicht nur in den großen Metropolen wie Berlin oder München deutliche Spuren hinterließ, sondern auch im eher beschaulichen Cham. Es geht um die Zwanzigerjahre, deren Einfluss auf die Entwicklung unserer Stadt noch heute zu erkennen ist. Am Sonntag, den 8. Juli, um 14 Uhr, findet die Eröffnung statt. In zwei Erdgeschossräumen erinnert das Stadtarchiv mit historischen Fotos und erläuternden Texten an dieses unruhige, aber sehr lebendige Jahrzehnt.

Die ersten Jahre standen noch ganz im Zeichen des verlorenen Ersten Weltkrieges. Die Bevölkerung litt vor allem unter Lebensmittelknappheit, Wohnungsnot und den außerordentlichen Preissteigerungen. Seit dem Kriegsende 1918 erreichte die Geldentwertung jedes Jahr ein neues Rekordniveau, das 1923 extreme Ausmaße annahm.

Gerne spricht man heutzutage von den „goldenen“ oder „wilden“ Zwanzigerjahren. Zum Teil trifft diese Beschreibung auch auf die Verhältnisse in Cham zu. Zahlreiche öffentliche Baumaßnahmen sorgten für wirtschaftliche Belebung, und diese Gebäude sind noch heute markante Punkte im Stadtbild. Dazu gehören zum Beispiel das Studienheim Sankt Josef, der Altbau der Mädchen-Realschule oder das Finanzamt.
Eine große Anziehungskraft besaßen schon damals Tanzveranstaltungen. Gerade die örtlichen Cafés zogen in der Faschingszeit ein großes Publikum an. Namen wie Moser, Gottschalk oder Krone stehen für diese Entwicklung.
Zum Zeitgeist der Zwanzigerjahre gehörte ebenfalls der „Temporausch“. Motorisierung bedeutete technischen Fortschritt und Modernisierung. Mit dem eigenen Auto oder Motorrad Ausflüge und Wochenendfahrten zu unternehmen, war jedoch noch ein teures Freizeitvergnügen, das sich nur wenige leisten konnten. In der Lage dazu waren die Mitglieder des ADAC. Sie hatten 1925 in Cham eine eigene Ortsgruppe des Vereins gegründet.

Die Öffnungszeiten sind Mittwoch, Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 14–17 Uhr sowie nach Vereinbarung. Am 1. November, 24./25. Dezember, 31. Dezember ist das Museum geschlossen. Die Ausstellung endet am Sonntag, den 6. Januar 2019. Der Eintritt ist frei.

Im Rahmenprogramm bietet Stadtarchivar Timo Bullemer zwei Termine für Führungen an. Am 15. Juli, um 14 Uhr, können Interessierte erstmals Erinnerungen und Überresten aus den Zwanzigerjahren nachspüren. Der informative Gang durch Cham ist kostenlos und dauert circa 90 Minuten. Am Sonntag, den 23. September, wird diese Veranstaltung nochmals um die gleiche Uhrzeit wiederholt.

weitere Informationen

Kontakt

Stadtarchiv
Spitalplatz 22
93413 Cham

Telefon:  09971/8579 380
Fax:  09971/8579 8380
timo.bullemer@cham.de
Raum:  Stadtarchiv

Öffnungszeiten:

Mittwoch und Donnerstag:
09.00 - 12.00 Uhr und
14.00 - 18.00 Uhr

Wir empfehlen eine vorherige Terminvereinbarung!

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