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Münchener Secession - Tradition und Gegenwart

 

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Fritz von Uhde, Studie aus dem Atelier, Öl auf Pappe, 46 x 43 cm, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, Dauerleihgabe der Münchener Secession e.V.
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Hugo von Habermann, Aktstudie, Hugo von Habermann 1849 - 1929, Aktstudie, 1896, 26 x 40 cm, Pinselzeichnung, laviert, Staatliche Graphische Sammlung München, Depositum der Münchener Secession e.V.
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Albert von Keller (1844 - 1920), Die glückliche Schwester, Öl auf Leinwand, 64 x73 cm, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, Dauerleihgabe der Münchener Secession e.V.
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Gabriele Münter (1877 - 1963), Damenbildnis, Öl auf Leinwand, 54 x 46 cm, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, Dauerleihgabe der Münchener Secession e.V.

Ort: Städtische Galerie Cordonhaus Cham

Dauer: 15. November 2015 – 10. Januar 2016

Eröffnung: Samstag, 14. November 2015, 19 Uhr

Begrüßung: Karin Bucher, Erste Bürgermeisterin der Stadt Cham

Einführung: Anjalie Chaubal, Leiterin Museen und Galerien der Stadt Cham und Thomas Bindl, Präsident des Vereins bildender Künstler Münchener Secession e.V.

Die Ausstellung „Tradition und Gegenwart“ im Cordonhaus blickt zurück zu den Anfängen der Münchener Secession, die sich als Verein Bildender Künstler 1892 zusammenschloss. Die Gründungsmitglieder wollten sich von der Bevormundung des geltenden Kunstbetriebs und einer konservativen Ausstellungspolitik abwenden, die nur eine etablierte und den Konventionen angepasste Künstlerschicht unterstützte. Die erste internationale Ausstellung fand schließlich im Juni 1893 statt.

Mit einer Auswahl an Werken aus der 1905 gegründeten Sammlung der Münchener Secesssion greift die Chamer Ausstellung den Geist der Aufbruchsstimmung auf und präsentiert schlaglichtartig einige wichtige Vertreter. Otto Greiners (*1869 Leipzig – 1916 München) 1896 entstandener Kupferstich mit einer Illustration zu Dante Alighieris Inferno lässt den im ausgehenden 19. Jahrhundert typisch naturalistischen Stil erkennen, der besonders in der figürlichen Darstellung eine ausgeprägt stoffliche Körperlichkeit aufweist. Wilhelm Volz (1855 Karlsruhe – 1901 München) kolorierte Zeichnung „Grabesengel“ zeigt einen Jüngling mit ornamental anmutendem Flügel, eine brennende Fackel haltend, als Musterbeispiel dekorativ geschwungener Linien des Jugendstils. Adolf Hölzel (1853 Ollmütz – 1934 Stuttgart), früher Wegbereiter der Abstraktion und neben der Münchener auch Mitbegründer der Wiener Secession ist mit der Kohlezeichnung „Baumlandschaft mit Figuren“ von 1905 in der Ausstellung zu sehen. Bis zu diesem Zeitpunkt lebte Hölzel in Dachau, war dort einer der ersten Vertreter der Künstlerkolonie Dachau und mit Fritz von Uhde (1848 Wolkenburg – 1911 München) befreundet, der mit ihm auch Mitbegründer der „Dachauer Malschule“ war. Uhde, selbst auch Gründungsmitglied der Münchener Secession ist mit der Kohlezeichnung „Kompositionsstudie zu den Heiligen Drei Königen“ und dem Ölgemälde „Studie aus dem Atelier“ vertreten, das von der Lichtführung noch die typischen impressionistischen Züge trägt, doch in die Formensprache expressiv auflockert erscheint. Vom Schweizer Albert von Keller (1844 Gais – 1920 München) ist das Ölgemälde „Die glückliche Schwester“ zu sehen, eines seiner typischen Interieurs, bezeichnend vor allem die symbolisch inszenierten Lichtverhältnisse. Eugen Kirchners (1865 Halle/Saale – 1938 München) Aquatinta „Windstoß“ kann als Beispiel eines zum Ende des 19. Jahrhunderts aufkommenden Japonismus, der sich vor allem an Farbholzschnitten orientierte, gelten. Weitere gezeigte Werke aus der Sammlung stammen von Raimund Geiger, Herrmann Gröber, Hugo von Habermann, Hugo Kunz, Franz Reinhardt, René Reinicke und Carl Schwalbach.

Die augenblicklich beinahe 300 Arbeiten umfassende Sammlung erwarb neben Werken der Mitgliedern auch Werke von Künstlern der vom Verein kuratierten Ausstellungen und aus dem Kunsthandel - wie beispielsweise das in der Ausstellung präsentierte Gemälde „Damenbildnis“ von Gabriele Münter (1877 Berlin – 1962 Murnau) und die Radierung „Johann Joachim Winkelmanns schauriges Ende“ von Alfred Hrdlicka (1928 – 2009 Wien). Heute wird die bedeutende Sammlung der Münchener Secession von der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München und der Staatlichen Graphischen Sammlung München betreut, die Einzelwerke auch in ihren Dauerpräsentationen zeigen.

Im Dialog mit den frühen Werken der Sammlung Münchener Secession stehen in Cham Arbeiten der aktuellen Mitglieder Karin Andersen, Ludwig Arnold, Hermann Bigelmayr, Thomas Bindl, Terence Carr, Michael von Cube, Klaus Dieckhoff, Christoph Drexler, Robert Förch, Jörg Haberland, Doris Hadersdorfer, Doris Hahlweg, Alto Hien, Helmut Kästl, Hedwig Katzenberger, Debora Kim, Franz Kochseder, Carolina Camilla Kreusch, Albert Krottenthaler, Andreas Legath, Konrad Loder, Joseph Michael Neustifter, Hartmut Pfeuffer, Christiane Pott-Schlager, Dorothea Reese-Heim, Inge Regnat-Ulner, Raimund Reiter, Michael Runschke, Malte Sartorius, Philipp H. Steiner, Gabi Streile, Walter Tafelmaier, Max Wagner, Christian Wichmann, Michael Dohle, Peter Zeiler, Reiner Zimnik.

Unser ganz besonderer Dank gilt der Städtischen Galerie im Lenbachhaus München, der Staatlichen Graphischen Sammlung München und der Hanns-Seidel-Stiftung Kloster Banz, die uns mit wichtigen Leihgaben unterstützt haben. Gleichermaßen herzlich danken wir der Vorstandschaft der Münchener Secession für eine Ausstellung, die insbesondere den Besuchern vor Ort und der gesamten Oberpfalz bedeutende Werke der klassischen Moderne und Gegenwartskunst präsentieren kann.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (192 Seiten, ISBN 978-3-943106-13-8).

weitere Informationen

Kontakt

Städtische Galerie im Cordonhaus
Leiterin Städtische Galerie
Propsteistr. 46
93413 Cham

Telefon:  09971/8579 420
Fax:  09971/8579 8420
anjalie.chaubal@cham.de
Raum:  Cordonhaus

Öffnungszeiten:

Mi - So + Feiertage:
14.00 - 17.00 Uhr

Do: 14.00 - 19.00 Uhr

zusätzlich nach Vereinbarung

Der Eintritt ist frei!!

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