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"An-Sich-Sein" Gisela Heide - Claudia-Maria Luenig

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Gisela Heide, childhood I, 2014, Öl auf Leinwand, 89 x 98 cm
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Claudia-Maria Luenig, entangled, 2009-2010, Foto: Andreas Wandschütz

Dauer: 26. Juni – 7. August 2016

 

Eröffnung: Samstag, 25. Juni 2016, 19 Uhr

Die Künstlerinnen sind anwesend!

Begrüßung: Karin Bucher, Erste Bürgermeisterin der Stadt Cham

Einführung: Anjalie Chaubal, Leiterin Museen und Galerien der Stadt Cham

Gisela Heide und Claudia-Maria Luenig präsentieren in einer ersten gemeinsamen Ausstellung Malereien, Zeichnungen und Rauminstallationen, die den Körper und seine unterschiedlich fassbaren Hüllen als Metaphern menschlicher Existenz begreifen. Die zart gemalten Kleidungsstücke von Gisela Heide umschreiben, in ähnlicher Weise wie die teils gehäkelten, überdimensionierten „leiblichen“ Skulpturen von Claudia-Maria Luenig, an den weiblichen Körper angelehnte Formen. Beide Künstlerinnen definieren imaginäre Räume, legen Strukturen, Muster und teils Ornamente um ein Inneres, das nicht hermetisch abgeschottet, sondern sich in unterschiedlichen Grenzbereichen mit dem Äußeren verbindet.

Gisela Heides gleichsam schwebend anmutende Kleiderhüllen lassen die Körper der Trägerinnen nur erahnen. Oftmals aufwendig gemustert geben sie durch Schnitte und Ornamentik Aufschluss auf verschiedene Zeiten, doch die Transparenz der Malschichten, das teilweise Hervorheben und wieder Abtauchen der gemalten Texturen und das Herabtropfen dünnflüssig aufgetragener Farbe verleihen den Malereien einen offenen Charakter, der eine scheinbar grenzenlose Vielfalt an Identitäten zulässt. „Im Wesentlichen geht es mir darum, die Empfindung des Körpers, seine emotionale Durchlässigkeit in der Malerei der Hülle ansichtig zu machen“.

Claudia-Maria Luenig betrachtet den Körper vor allem als Raum, dessen Form vom Inneren bestimmt, in zwingendem Kontakt zum Äußeren steht. Sie greift Grenzbereiche heraus und entwirft Hüllenformen, die sowohl Seelenzustände nachempfinden als auch mit dem umgebenden Raum interagieren. In der Serie der „Leibhäuser“ verbindet sie organisch geformte Körper mit der architektonischen Struktur eines Hauses und demonstriert einen langsamen Übergang vom Körper zum Haus und damit von Intimität zu Öffentlichkeit. Körper werden zu Hüllen, Nähte zur Zeichnung, Objekte zur Zeichnung im Raum. „In den Leibhäusern wird die Haut zu einer Wand, einer undurchlässigen Grenze zwischen dem Ich und der Welt draußen.“

Gisela Heide
1963 geboren in Vogt/Heißen, Kr. Ravensburg 1987-93 Studium an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. Leo Kornbrust 1997 Diplom, Prof. James Reineking 1998 – 2000 Aufbaustudium Bildnerisches Gestalten und Therapie, Akademie der Bildenden Künste München, bei Prof. Dr. Gertraud Schottenloher 2000-2002 Lehrtätigkeit Museumspädagogisches Zentrum, München. Lebt als freischaffende Künstlerin in Moosach bei München.

Stipendien und Preise
2009 Katalogförderung der Hypo-Kulturstiftung, München; Katalogförderung des Bezirks Oberbayern, München 2008-2009 HWP-Stipendium, Förderung nach dem Hochschulsonderprogramm des Bayerischen Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst 2007 Kunstpreis der Stadt Ebersberg 2001 Projektförderung „Sahara Kontinua“ der Allianz-Kulturstiftung, München 2000 Projektförderung „Wüste“ der Stiftung Senneberg, Brüssel 1998 Preisträgerin des Künstlerwettbewerbs Bayerische Allianz, München 1993 Preisträgerin „Wohnen und Arbeiten“, städtebauliches Modellprojekt des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im Bundesverband der Deutschen Industrie; Projektförderung „Potential 105“ des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI 1992 Projektförderung „Potential 105“ von der Vereinigung der Freunde und Förderer der Akademie der Bildenden Künste e. V. 

Einzelausstellungen (Auswahl)
2013 female pieces", frauen museum Wiesbaden 2012 "Eos" (mit Mayumi Yamakawa), Galerie der KVD, Kulturschranne Dachau; "Verortungen", Galerie Kurzparkzone, Petra Knopf, München; "Feinstoff", maihiro, Ismaning bei München; "Der Stoff aus dem die Träume sind", Galerie Stephan Stumpf, München 2010 „per-sonare“, Bayerische Ingenieurekammer-Bau, München; „Aurora" (mit Hermann Bigelmayr), Kulturhaus Holzapfel, Oberbrunnham; „von zwei seiten" (mit Doris Hahlweg), Galerie Bezirk Oberbayern, München (Katalog) 2009 „per-sonare“, Kunstverein Ebersberg, Galerie Alte Brennerei, (Katalog) 2008 "Torso" (mit Patricija Gilyte), pro arte ulmer kunststiftung, Galerie im Kornhauskeller, Ulm. www.gisela-heide.de

Claudia-Maria Luenig
1957 geboren in Herbern (Deutschland) 1980 Diplom für Chemieingenieurwesen, Münster 1985-1999 Melbourne, Australien 1992 Bachelor of Arts (Sculpture), Canberra School of Art, Australien 1998 Masters of Arts (Interior Design), RMIT College, Melbourne, Australien 2013 PHD (Philosophie), Academy of Applied Arts, Wien, bei Prof. Dr. Marion Elias, Gender ArtLab. Lebt und arbeitet in Wien.

Stipendien und Preise
2012 Anni und Heinrich Sussmann Stiftung, Wien 2005 Anni und Heinrich Sussmann Stiftung, Wien 2005/2007/2012/2014 “Das Engagierte Auge”, Galerieförderung für „basement“, Grundsteingasse Wien 2013 Villa Waldberta, Arbeitsstipendium, Feldafing, D.

Einzelausstellungen (Auswahl)
2015 Galerie Notburga Innsbruck (A), mit Anneliese Schrenk (A) 2014 in situ, curated by Mag. Maria Christine Holter, basement Wien (A) 2013 Hüllenhaft, Werkspräsentation, basement, Wien (A) 2011 Körperlichkeit, Galerie Michaela Stock, Wien, (K) 2010 körperlos, Hausgalerie, Künstlerhaus Wien (A), Rauminstallation Rothschildschloss, Waidhofen an der Ybbs, “Corpus Alter - körperlos”, Hausgalerie, Künstlerhaus Wien 2009 “Corpus Alter - skins”, Cifte Haman, National Gallery of Skopje, Mazedonien (K), “Corpus Alter II”, Galerie Denkraum, Wien (A) 2008 “Corpus Alter”, Galerie Michaela Stock Wien (K)

2006 Too good to be true, Galerie Esplanade, Bad Ischl (A) 2005 Verlockungen, JesuitenFoyer, Bäckerstrasse, Wien (A) 2003 Constructed Beauty, Circus Gallery, SKUC, Belgrad, Serbien u. Montenegro; Blick ums Eck, Teleskopie, Westbahnstrasse, Wien (A), Bodily Delights, Podium, Westbahnstraße, Wien (A). www.claudiamarialuenig.com

Programm

Sonntag, 3. Juli 2016,
14 - 17 Uhr Sommerfest der Städtischen Galerie Cordonhaus Cham
Stündliche Führungen durch die Ausstellung "An-Sich-Sein" mit Anjalie Chaubal M.A., Leiterin Städtische Galerie Cordonhaus Cham. Im Innenhof des Cordonhauses gibt's dazu Kaffee und Kuchen.
Ab 17 Uhr "Spät-Lese" des Kulturvereins Bayerischer Wald e.V. mit Lesung und Musik
Friedrich Brandl liest aus seinem neuen Gedicht-Band „inmitten meiner grünen insel“. Begleitet wird er vom virtuosen Jazz-Duo Sven Ochsenbauer (Piano) und Toni Nachreiner (Kontrabass). Der Eintritt zu Sommerfest und Spätlese ist frei, bei Regen wird die Veranstaltung kurzerhand ins Innere des Gebäudes verlegt.

4. - 28. Juli 2016
"Kleider machen Leute"
Kunstvermittlungsprogramm mit Führungen und Workshops für Schulklassen

Eine Kooperation mit dem KUNSTbeTRIEB, Kunstschule Cham. Idee und Konzept: Anjalie Chaubal, Andi Dünne, Simone Seifert. Anmeldung erforderlich. Näheres in Kürze unter: www.cordonhaus-cham.de

Zum Kunstvermittlungsprogramm findet am Dienstag, 28. Juni 2016, von 14.00 - 16.30 Uhr, eine Lehrerfortbildung statt. Anmeldung unter: 09971/8579-420 oder cordonhaus@cham.de

weitere Informationen

Kontakt

Städtische Galerie im Cordonhaus
Leiterin Städtische Galerie
Propsteistr. 46
93413 Cham

Telefon:  09971/8579 420
Fax:  09971/8579 8420
anjalie.chaubal@cham.de
Raum:  Cordonhaus

Öffnungszeiten:

Mi - So + Feiertage:
14.00 - 17.00 Uhr

Do: 14.00 - 19.00 Uhr

zusätzlich nach Vereinbarung

Der Eintritt ist frei!!

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