Rudi Tröger - Ausblicke und Innenschau

3. Dezember 2023 – 25. Februar 2024

Rudi TrögerRudi Tröger
Spaziergänger, 1972

Starke Position eines stillen Malers

Rudi Tröger gehört zu den stillen Einzelgängern unter den Malern seiner Generation. Mit einer Retrospektive würdigt die Städtische Galerie Cordonhaus Cham die starke Position des bayerischen Künstlers. Die Ausstellung „Rudi Tröger – Ausblicke und Innenschau“ – vom 3. Dezember 2023 bis zum 25. Februar 2024 ­– zeigt rund 50 Werke aus sechs Jahrzehnten. Nach dem Kunsthaus Kaufbeuren ist Cham die zweite Station.

Der Maler Rudi Tröger studierte und lehrte an der Akademie der Bildenden Künste in München. Er entwickelte seine Malerei aus dem Innersten heraus. „Tröger ist ein herausragender Maler. Es ist selten und außergewöhnlich, dass man so etwas sieht“, freut sich Anjalie Chaubal über die Tröger-Ausstellung. Sie ist die Leiterin der Städtischen Galerie Cordonhaus Cham.

Malerei des Inneren

Bei ihrer Beschäftigung mit Rudi Tröger, schweifen die Gedanken der Kuratorinnen und Kuratoren zu Pierre Bonnard. „Der Maler des Gefühls schaut ins sich und um sich“, soll Bonnard formuliert haben. Rudi Trögers Werke wirken, als folge er einer ähnlichen Auffassung wie der berühmte Post-Impressionist. Mit seiner Malerei sucht Tröger nie die Öffentlichkeit und bleibt ganz bei sich. Völlig unabhängig von Künstlergruppen oder Stilrichtungen, abseits gängiger Trends und Avantgarden entwickelt Tröger einen eigenen Malstil, der Schicht für Schicht verschiedene Ebenen der Wirklichkeit erfasst.

Wie Trögers Bilder entstehen

Ein Blumenstrauß, ein Stillleben, Menschen, der weite Blick auf einen See oder auf die Landschaft der bayerischen Voralpen, der eigene Garten – dieses Motivrepertoire bietet Tröger immer wieder neue Malansätze. Der Künstler selbst sagt über seine Arbeit: „Der Entstehungsprozess ist mir grundsätzlich wichtiger als das Resultat. Ein Bild ist praktisch nie Ende, sondern Wirkung, sollte immer Lust wecken, neu zu öffnen. (…)“ Trögers Bilder entstehen langsam und oft über längere Zeiträume hinweg.

Im Malvorgang transformiert Tröger Motive in Farbflächen, Farbräume, Farbrhythmen. Farbflächen in pulsierend-warmen Tönen oder leuchtend-hell kontrastiert, Farbräume, in denen zuweilen ungewöhnliche Proportionen zwischen Figur und Raum als Stilmittel eingesetzt werden oder nervös vibrierende Farbrhythmen – Trögers Bilder sind stets auch innere Bilder, in denen Beobachtung und Erinnerung sowie innere und äußere Wahrnehmung ineinanderfließen.

Biografisches

Rudi Tröger, geboren 1929 in Marktleuthen, Oberfranken, lebt seit Mitte der 1970er Jahre in Markt Indersdorf bei Dachau. – Nach ersten Studien zwischen 1946 und 1949 bei dem Impressionisten Wilhelm Beindorf besucht Tröger die Akademie der Bildenden Künste in München. Dort studiert er bis 1957 bei Hans Gött und Erich Glette. Zehn Jahre später erhält Tröger selbst den Ruf als Professor an die Münchner Akademie und unterrichtete dort von 1967 bis 1992. 

1977 wird Tröger zum ordentlichen Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste gewählt. Im Kunstraum München zeigt er im selben Jahr in einer ersten Einzelausstellung Gemälde und Zeichnungen. In dieser Zeit beginnt auch die Zusammenarbeit mit dem Münchner Galerist Fred Jahn, die bis heute besteht. 1993 erhält Tröger den Kunstpreis der Landeshauptstadt München sowie den Friedrich-Baur-Preis für Bildende Kunst. Zahlreiche weitere Auszeichnungen und Ausstellungen im In- und Ausland folgen.

Städtische Galerie Cordonhaus Cham
Propsteistr. 46, 93413 Cham, Telefon: +49 (0) 9971 / 8579-420, E-Mail: cordonhaus@cham.de
www.cordonhaus-cham.de
Instagram: cordonhaus
Tripadvisor: Städtische Galerie Cordonhaus Cham

Führungen: Sonntag, 26.12.2023 (2. Weihnachtsfeiertag), 14 Uhr, Sonntag, 28.01.2024, 14 Uhr,  Sonntag, 25.02.2024, 14 Uhr


Öffnungszeiten
Mittwoch bis Sonntag / Feiertage:  14.00 - 17.00 Uhr
Donnerstag: 14.00 - 19.00 Uhr
Für Gruppen auch nach Vereinbarung
Eintritt frei

geöffnet: 26.12. (2. Weihnachtsfeiertag), 01.01.2024 (Neujahr), 06.01.2024 (Hl. Dreikönige)

geschlossen: am 24./25.12. (Weihnachten), 31.12. (Silvester)